Hände hoch - Haus her! http://haendehoch.blogsport.de Für ein selbstverwaltetes Zentrum in Erfurt Tue, 24 Jan 2012 15:26:07 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Seite nicht mehr aktuell http://haendehoch.blogsport.de/2012/01/24/seite-wird-nicht-aktualisisert/ http://haendehoch.blogsport.de/2012/01/24/seite-wird-nicht-aktualisisert/#comments Tue, 24 Jan 2012 15:25:05 +0000 Administrator Allgemein http://haendehoch.blogsport.de/2012/01/24/seite-wird-nicht-aktualisisert/ Wie ihr sicher schon bemerkt habt, wird diese Seite im Moment nicht aktualisiert. Erklärungen dazu folgen später. Wichtig ist vielleicht im Moment, dass Informationen, Aufrufe und Kommentare zu politischen Aktivitäten in Erfurt und Umgebung auf der Seite des Infoladen Sabotnik zu finden sind. Informationen bezüglich des Ladenprojektes veto und dortiger Veranstaltungen findet ihr auf veto.blogsport.de

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KüfA mal hier mal da! http://haendehoch.blogsport.de/2011/11/26/kuefa-mal-hier-mal-da/ http://haendehoch.blogsport.de/2011/11/26/kuefa-mal-hier-mal-da/#comments Sat, 26 Nov 2011 16:17:27 +0000 Administrator Allgemein http://haendehoch.blogsport.de/2011/11/26/kuefa-mal-hier-mal-da/ Die Küche für Alle findet immer abwechselnd in der Offenen Arbeit (Allerheiligenstraße 9) und im veto (Trommsdorffstr. 5) statt. Also am 29.11. in der OA, am 06.12. im veto usw.
Essen gibts ab 19.00 Uhr.
Es werden noch Menschen gesucht, die auch einmal beim Gemüse schnippeln, kochen oder aufräumen helfen wollen. Wer mag, kann sich hierfür bei der KüfA in eine Liste eintragen.

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http://haendehoch.blogsport.de/2011/11/18/260/ http://haendehoch.blogsport.de/2011/11/18/260/#comments Fri, 18 Nov 2011 01:36:50 +0000 Administrator Allgemein http://haendehoch.blogsport.de/2011/11/18/260/

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Samstag, 19 November: Kundgebung „Verfassungsschutz auflösen! Rassismus bekämpfen! Den antifaschistischen Selbstschutz organisieren!“ http://haendehoch.blogsport.de/2011/11/18/samstag-19-november-kundgebung-verfassungsschutz-aufloesen-rassismus-bekaempfen-den-antifaschistischen-selbstschutz-organisieren/ http://haendehoch.blogsport.de/2011/11/18/samstag-19-november-kundgebung-verfassungsschutz-aufloesen-rassismus-bekaempfen-den-antifaschistischen-selbstschutz-organisieren/#comments Fri, 18 Nov 2011 01:33:16 +0000 Administrator Allgemein http://haendehoch.blogsport.de/2011/11/18/samstag-19-november-kundgebung-verfassungsschutz-aufloesen-rassismus-bekaempfen-den-antifaschistischen-selbstschutz-organisieren/ Mit jedem Detail, das über die Mordserie durch Nazis der letzten Jahre ans Licht kommt, stellt sich mehr die Frage nach der Rolle der bundesdeutschen Behörden, speziell des Thüringer Verfassungsschutzes, im Netz des rechten Untergrundes. Relativ unumstritten ist, dass der Thüringer VS in der Anfangszeit seine Finger mit im Spiel hatte: 200.000 DM erhielt Ende der 1990er Tino Brandt, damals Schnittstelle zwischen NPD und Freien Kameradschaften. Mit dem Geld baute er den Thüringer Heimatschutz auf, in dem auch Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe aktiv waren. Brandt war nicht der erste, der Behördenmittel für Nazizwecke eingesetzt hat: Ein Jahr vor ihm flog bereits auf, dass der Nazi Thomas Dienel aus VS-Mitteln eine Kampagne gegen den antifaschistischen Gewerkschaftssekretär Angelo Lucifero bezahlt hatte. Andre Kapke erhielt 1997 23.000 DM Existenzgründungshilfe aus dem Thüringer Sozialministerium für ein rechtes Zeitungsprojekt. Unklar ist, wie viele Informationen vom VS in Richtung der Nazis geflossen sind. Fakt ist, dass Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe erstaunlich leicht untertauchen konnten und es nicht den Ermittlungsbehörden zu verdanken ist, dass sie wieder ins Licht der Öffentlichkeit gerieten. Dass nun berichtet wird, dass bei mindestens einem der Morde an MigrantInnen ein Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes anwesend gewesen sein soll und darüber hinaus eben dieser Mitarbeiter wegen seiner rechten Gesinnung in seinem Wohnort als „Kleiner Adolf“ bekannt gewesen sei, ist das Sahnehäubchen auf einer ganzen Tortensammlung von Skandalen, die sich nicht nur durch die seltsamen Schrullen des 2000 abgelösten VS-Chefs Roewer oder die verfehlte Politik der verantwortlichen Landesregierung erklären lassen.
Geheimdienste sind schon durch ihre Anlage als verdeckt arbeitende Struktur ein Widerspruch zu Demokratie und Transparenz. Ohne gründliche Aufarbeitung von außen wird sich niemals klären lassen, was die 15% Spitzel in der Führungsebene der NPD getrieben haben. Die richtige Forderung ist deswegen heute nicht das Verbot der NPD, sondern das, was schon unmittelbar nach den Skandalen um Tino Brandt und Thomas Dienel gefordert wurde: Thüringer Verfassungsschutz auflösen. Für die Abschaffung aller Geheimdienste.

„Die Polizei geht nicht von einem rechtsextremen Hintergrund aus.“ Wir haben uns gewöhnt an diesen Satz und erinnern uns auch daran, dass der Nazimord in der Erfurter Triftstraße im Jahr 2003 zuerst als Schlägerei unter Jugendlichen abgetan wurde. Dass aber über Jahre hinweg Gewerbetreibende mit Immigrationshintergrund ermordet wurden und Polizei und Presse nichts besseres einfiel, als über Schutzgelderpressung und organisierte Kriminalität zu spekulieren, ist ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen und beweist nur aufs Neue, wie tief Rassismus in Staat und Gesellschaft verwurzelt sind. Dass auch wir AntifaschistInnen nicht das Ausmaß dessen, was eigentlich vor sich geht, erkannt haben, ist beschämend. Unsere Solidarität gilt den Opfern und den Betroffenen des täglichen Rassismus und unsere politische Praxis muss sein, noch mehr und noch deutlicher dagegen vorzugehen. Gegen Rassismus, wo auch immer er sich zeigt: In Amtsstuben, Parlamenten und Behörden ebenso wie auf der Straße oder im Betrieb.

In den Medien wird jetzt ein „Versagen des Verfassungsschutzes“ diskutiert. Das ist ohne Zweifel richtig. Aber die Blindheit gegenüber rechter Gewalt hat System. Die Gründungszeit der Berliner Republik ging mit einer Reihe bundesweiter Pogrome gegen Flüchtlinge einher, die von der Politik – „Das Boot ist voll“ – herbeigeredet und von der Polizei – z.B. in Rostock-Lichtenhagen – nicht unterbunden wurden. In Wellen werden seitdem Nazis bekämpft, immer genau dann, wenn ein herausragender Skandal ein Schlaglicht darauf wirft, wie gut die extreme Rechte aufgestellt ist: Dann gibt es Feuerwehrpolitik und Programme gegen Rechts. Ebbt die Empörung ab, widmen sich die Sicherheitsbehörden wieder denjenigen, mit denen sie sowieso weniger verbindet und man bläst brennende Autos und antifaschistische Sitzblockaden zum Terrorismus auf. Der schon angesprochene Nazi-Mord in Erfurt im Jahr 2003 macht deutlich, wie viel man vom Staat im Kampf gegen Nazis erwarten kann: Eines der damals ebenfalls angegriffenen Opfer musste wegen Schwarzfahrens in den Knast, während der Täter 2008 zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurde. Antifaschismus? Den müssen wir selber machen und deswegen gilt angesichts der Morde mehr denn je: Den antifaschistischen Selbstschutz organisieren!

Kommt zur Kundgebung am Samstag den 19. November um 14 Uhr in den Hirschgarten (bei der Staatskanzlei) nach Erfurt!

Unterstützerinnen (den Aufruf unterstützen):

  • Infoladen Sabotnik
  • JURI (IL) Linke Gruppe
  • Kampagne Hände hoch – Haus her!
  • Antifaschistische Gruppen Südthüringen (AGST)
  • Antifa Bündnis Autonome Linke Weimar
  • Rote Hilfe OG Südthüringen
  • Rote Hilfe OG Erfurt
  • Aktionsbündnis Courage (ABC) aus Pößneck
  • Bündnis gegen Rechts Gera
  • Matthias Bärwolff, MdL DIE LINKE
  • Peter Lückmann, Gera
  • Antifaschistische Koordination [ake] Erfurt
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Aktionen gegen den Castor-Transport 2011 http://haendehoch.blogsport.de/2011/11/16/aktionen-gegen-den-castor-transport-2011/ http://haendehoch.blogsport.de/2011/11/16/aktionen-gegen-den-castor-transport-2011/#comments Wed, 16 Nov 2011 15:11:51 +0000 Administrator Allgemein http://haendehoch.blogsport.de/2011/11/16/aktionen-gegen-den-castor-transport-2011/ anti-castor thueringen

Mobilisierungsseite für Thüringen:
http://graustufen.blogsport.de/

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KüfA auch mal wieder in der OA http://haendehoch.blogsport.de/2011/11/10/kuefa-auch-mal-wieder-in-der-oa/ http://haendehoch.blogsport.de/2011/11/10/kuefa-auch-mal-wieder-in-der-oa/#comments Thu, 10 Nov 2011 18:38:01 +0000 Administrator Allgemein http://haendehoch.blogsport.de/2011/11/10/kuefa-auch-mal-wieder-in-der-oa/ Bild KüfAAchtung: Heute bleibt nicht nur das Wetter, sondern auch die Küche kalt! Die Menschen, die kochen wollten, sind krank geworden – Gute Besserung! Die Küche für ALLE findet ab sofort abwechselnd in der Offenen Arbeit (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus) und im veto (Trommsdorffstraße 5) statt.
Am Dienstag, den 22.11.2011, also ab 19.00 Uhr im veto und am 29.11.2011 mal wieder in der Offenen Arbeit.

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Ratschlag 2011 in Gera: Film, Mahngang, Workshops und Konzert http://haendehoch.blogsport.de/2011/11/02/ratschlag-2011-in-gera-film-mahngang-workshops-und-konzert/ http://haendehoch.blogsport.de/2011/11/02/ratschlag-2011-in-gera-film-mahngang-workshops-und-konzert/#comments Wed, 02 Nov 2011 18:26:10 +0000 Administrator Allgemein http://haendehoch.blogsport.de/2011/11/02/ratschlag-2011-in-gera-film-mahngang-workshops-und-konzert/ ratschlag 2011 in gera
http://www.ratschlag-thueringen.de/

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Demo am 22. Oktober in Erfurt: http://haendehoch.blogsport.de/2011/10/16/demo-am-22-oktober-in-erfurt/ http://haendehoch.blogsport.de/2011/10/16/demo-am-22-oktober-in-erfurt/#comments Sun, 16 Oct 2011 15:50:19 +0000 Administrator Allgemein http://haendehoch.blogsport.de/2011/10/16/demo-am-22-oktober-in-erfurt/ banner break isolation demo

Lager – Kontrolliertes Leben in Isolation

Entsprechend dem Asylbewerberleistungsgesetz sind Flüchtlinge dazu gezwungen, für die Dauer ihres Asylverfahrens und oft auch darüber hinaus in Sammelunterkünften zu leben. Diese liegen in Thüringen auf alle Landkreise verteilt. Da die überwiegenden Prämissen bei der Unterbringung möglichst geringe Kosten sind und – wie von behördlicher Seite oft bestätigt – räumliche Distanz zur angestammtem Bevölkerung, liegt der Großteil der Lager in Kleinstädten und Dörfern, meist noch außerhalb des Stadtgebiets und in den meisten Fällen in ehemaligen NVA-Kasernen oder DDR-Verwaltungsgebäuden. Um selbst keine Verantwortung zu tragen und die Kosten minimal zu halten, geben die meisten Landkreise die Betreibung der Lager an private Firmen ab, wodurch die ohnehin schlechten Bedingungen im reinen Profitinteresse noch weiter abnehmen.

Die Lager dienen dazu, Flüchtlinge gesundheitlich und psychisch zu zermürben, Abschiebungen möglichst reibungslos und leise vollziehen zu können und politischen sowie rechtlichen Widerstand gegen alle Schikanen und Rechtsbrüche unmöglich zu machen. In den Lagern arbeiten jeweils Heimleitungen und der Ausländerbehörde unterstellte „BetreuerInnen“, die die umfassende Kontrolle des Privatlebens der Flüchtlinge garantieren. Da diese Behördenangestellten weitreichende Entscheidungsbefugnisse über das Leben der Flüchtlinge haben, so etwa über den Erhalt von Einkaufsgutscheinen, über Arztbesuche, Bildungsangebote, Arbeitserlaubnisse oder einfach über den ungeöffneten und pünktlichen Erhalt privater Post, ergibt sich ein enormer Spielraum für Machtwillkür und Schikane, der sich allerorten als Mechanismus der Unterdrückung politischen Widerstands auswirkt. Flüchtlinge müssen erfahrungsgemäß mit weitreichenden Folgen, bis hin zur beschleunigten Abschiebung rechnen, wenn sie öffentlich gegen die Verhältnisse protestieren – manchmal auch schon, wenn sie bloß Besuch empfangen.

Residenzpflicht – Rassistische Personenkontrollen und Unterdrückung von politischer Selbstorganisation

Als ein weiteres Instrument der Isolation dient die Residenzpflicht, die den legalen Aufenthalt eines Flüchtlings auf den ihm zugewiesenen Landkreis beschränkt. Während andere Bundesländer sie mittlerweile komplett aufgehoben haben, hat Thüringen das Gesetz dieses Jahr insofern modifiziert, dass der Aufenthaltsbereich auf vier Landkreise ausgeweitet wurde – vier von dreiundzwanzig. Es gibt offiziell die Möglichkeit, per Antrag auf Urlaubsschein die Erlaubnis zu bekommen, den Landkreis zu verlassen. Diese wird allerdings fast nie gewährt. Als bspw. im April 2011 eine bundesweite Flüchtlingskonferenz in Jena stattfand, wurde Flüchtlingen aus Niedersachsen der Urlaubsschein zur Teilnahme verweigert. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erklärte, dass Asylsuchenden „kein Recht auf politische Betätigung zusteht“. Dementsprechend steht jede Aktion, jedes Treffen des Flüchtlingsnetzwerks unter dem Kriminalisierungsvorbehalt des Gesetzes. Auf der Suche nach potentiellen Residenzpflichtverletzern kontrollieren Polizisten in Thüringer Bahnhöfen und Innenstädten gezielt Menschen, die nicht ihrem Verständnis von „deutsch“ entsprechen. Bei Verstoß drohen Geldstrafen, bei Wiederholung Haftstrafen. Somit ist die Residenzpflicht für die deutschen Behörden das primäre Instrument zur Verfolgung politischer Aktivität von Flüchtlingen.

In dem Licht, dass für die Gewährung politischen Asyls oft die Kontinuität politischer Aktivität im Exil zählt, offenbart sich an dieser Stelle die offensichtliche Lüge des Grundrechts auf Asyl: Politischen Flüchtlingen wird nicht nur die Aktivität verboten, sondern die Verfolgung dieser setzt sich in Deutschland fort.

„Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört“

Dieser Slogan der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen wird leider nichts an Aktualität einbüßen. Über die Betonung des hohen Werts der Möglichkeit politischen Asyls wird versucht, sogenannte „Wirtschaftsflüchtlinge“ zu stigmatisieren und die Gesellschaft, vor allem in Krisenzeiten, gegen Flüchtlinge aufzuhetzen. Dabei soll eines erzielt werden: Die strukturellen, globalen Ursachen von Flucht sollen vertuscht und die Erkenntnis, dass es dieselben Strukturen sind, die auch für die hiesige Bevölkerung Krise und Armut bedeuten, verhindert werden. Wer sind die „Wirtschaftsflüchtlinge“? Wenn es Menschen aus Tunesien sein sollen, die infolge der Befreiung von Ben Ali auf der Suche nach einem besseren Leben nach Europa fliehen, dann muss die Frage folgen: Wer hat Ben Ali jahrelang unterstützt, mit ihm und seinem Clan Milliardengeschäfte gemacht und damit sowohl extreme Einkommensungleichheit und einen allmächtigen Repressionsapparat gestützt? Wenn es Menschen aus dem Senegal sein sollen, die nicht mehr vom Fischfang leben können, dann muss die Frage folgen: Woher kommen die hochtechnologisierten Fischfangflotten, die die Gewässer vor Westafrika leer fischen? Wenn es Menschen aus Afghanistan sein sollen, denen nicht nur jede Grundlage für Landwirtschaft entzogen wurde, sondern auch jegliche Infrastruktur bis zum eigenen Haus zerstört wurde, muss gefragt werden: Wer führt dort seit einem Jahrzehnt Krieg?

Wer alles zurücklässt, illegal über dutzende lebensgefährliche Grenzen flieht und die eigene Flucht durch entwürdigende Arbeit ohne Erlaubnispapiere an verschiedenen Zwischenstationen finanziert, der-/diejenige hat dafür immer guten Grund. Und zwar in den meisten Fällen denselben Grund, der hier für Ausgrenzung, steigende Armut und zunehmende Einschnitte in grundlegende Freiheitsrechte steht: Der Kapitalismus im Rahmen von Staaten mit zunehmend aufgerüsteten Sicherheitsapparaten.

The VOICE Refugee Forum

Als Reaktion auf die repressiven Verhältnisse in einem Thüringer Flüchtlingslager gegründet, kämpft das Flüchtlingsnetzwerk The VOICE Refugee Forum seit mittlerweile 17 Jahren gegen Entrechtung und Freiheitsberaubung. Durch eine Vielzahl von Kampagnen gegen Abschiebung, Isolationslager oder Residenzpflicht hat sich immer wieder die Notwendigkeit der autonomen Selbstorganisation bewährt. The VOICE arbeitet unabhängig von dauerhaften finanziellen Förderungen und ohne hierarchische Strukturen. Der Mittelpunkt des Aktivismus bleibt stets der Kampf um Selbstbestimmung und die kontinuierliche öffentliche Präsenz der Stimme der Flüchtlinge. Hierdurch konnten allein in Thüringen viele Isolationslager geschlossen, Abschiebungen verhindert und Strafandrohungen wegen Verstößen gegen die Residenzpflicht durchkreuzt werden. So widersetzt sich zum Beispiel Miloud L Cherif seit mehreren Monaten erfolgreich der Strafverfolgung wegen Übertreten einer Landkreisgrenze. Er verweigert sich jeder Strafzahlung („Meine Freiheit steht nicht zum Verkauf! “) und konnte durch zivilen Ungehorsam und öffentlichen Protest eine Haftandrohung abwehren. Mittlerweile haben auch FlüchtlingsaktivistInnen in anderen Bundesländern begonnen, Netzwerke aufzubauen und die eigene Stimme zu stärken. In Sachsen-Anhalt kämpfen Flüchtlinge seit langem gegen das Isolationslager Möhlau, in Baden-Württemberg fand dieses Jahr die erste Flüchtlingskonferenz statt und mehrere Aktionen gegen Abschiebungen und zwangsmäßige Botschaftsanhörungen.

Break Isolation

Unter diesem Titel stehen die Aktionen der seit einem Jahr in Thüringen verstärkten Kampagne gegen die Isolation der Flüchtlinge durch den Zwang zum Leben im Lager und das Verbot, sich frei über Landkreisgrenzen hinweg zu bewegen. Mittlerweile existiert ein Bündnis verschiedener Einzelpersonen und Gruppen, die sich unter eben jener Zielsetzung, die Isolation zu durchbrechen, solidarisch an die Seite des Flüchtlingsnetzwerks The VOICE stellen und die laufenden Aktionen mittragen sowie durch regelmäßige Lagerbesuche und Vernetzungstreffen mit Flüchtlingsaktivistinnen Dokumentationsmaterial erstellen und die Öffentlichkeitsarbeit unterstützen.

Der Erfolg unserer Kampagne, die Missbräuche in Gerstungen, Gangloffsömmern, Breitenworbis und Zella-Mehlis durch Selbstorganisation der Flüchtlinge und Solidarität innerhalb der Gemeinschaft öffentlich zu machen, hat vielen Flüchtlingen und Nicht-Flüchtlingen Kraft gegeben. Während der Kampagne hat der Widerstand ein höheres Level an Aufmerksamkeit gegenüber der Situation der Flüchtlinge und der Praxis der Isolationslager in Thüringen erreicht.

Wir demonstrieren deshalb am 22.10.2011 in Erfurt gemeinsam gegen Ausgrenzung und Unterdrückung! Es werden die Verhältnisse in Thüringen im Vordergrund stehen, allerdings sind diese identisch mit denen in anderen Teilen Deutsch-lands und der Welt. Es werden FlüchtlingsaktivistInnen aus allen Regionen Thüringens gemeinsam mit Karawane-AktivistInnen aus dem bundesweiten Netzwerk sowie vielen weiteren UnterstützerInnen auf die Straße gehen.

Unterstützt den Widerstand der Flüchtlinge!!

Zeigt euch solidarisch für ein Leben in Selbstbestimmung, Würde und Freiheit für alle!

Sofortige Schließung der Isolationslager in Gerstungen, Breitenworbis und Zella-Mehlis!

Residenzpflicht und Isolationslager müssen weg! Überall

 

22.10.2011 ERFURT
- 10 Uhr Dauerkundgebung am Anger
- 14 Uhr Demonstration ab Hauptbahnhof

 

Spenden:

Förderverein The VOICE e.V.
Sparkasse Göttingen
Konto: 127829
BLZ: 260 500 01
Stichwort: Break Isolation!

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Slutwalk in Leipzig am 15.10.11, 13.00 Uhr am Connewitzer Kreuz http://haendehoch.blogsport.de/2011/10/06/slutwalk-in-leipzig-am-15-10-11-13-00-uhr-am-connewitzer-kreuz/ http://haendehoch.blogsport.de/2011/10/06/slutwalk-in-leipzig-am-15-10-11-13-00-uhr-am-connewitzer-kreuz/#comments Thu, 06 Oct 2011 14:12:36 +0000 Administrator Allgemein http://haendehoch.blogsport.de/2011/10/06/slutwalk-in-leipzig-am-15-10-11-13-00-uhr-am-connewitzer-kreuz/ Mehr Infos unter: www.slutwalk-leipzig.info
slutwalk flyer

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Film zur Nachttanzdemo http://haendehoch.blogsport.de/2011/10/05/film-zur-nachttanzdemo/ http://haendehoch.blogsport.de/2011/10/05/film-zur-nachttanzdemo/#comments Wed, 05 Oct 2011 10:27:51 +0000 Administrator Allgemein http://haendehoch.blogsport.de/2011/10/05/film-zur-nachttanzdemo/ Auf indymedia findet ihr einen kleinen Film über die DISCO OHNE DEUTSCHLAND. FÜR EIN SELBSTVERWALTETES ZENTRUM IN ERFURT!

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