Archiv für Dezember 2010

KüfA in der OA

Bild KüfA Die Küche für ALLE findet am nächsten Dienstag, den 04.01.11, ab 19.00 Uhr in der Offenen Arbeit (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus) statt. Die OA veranstaltet im Anschluss ein Konzert.

Mitmachen statt nur Mitessen:
Wenn ihr selber mal kochen wollt oder danach aufräumen, könnt ihr euch bei der KüfA in eine Liste eintragen. Personen die öfters mal diese Aufgaben übernehmen, freuen sich darüber. Wenn ihr beim Schnippeln o.ä. helfen wollt, kommt einfach um 18.00 Uhr und unterstützt die Leute beim Kochen.

KüfA am Dienstag in der OA

Bild KüfA Die Küche für ALLE findet am nächsten Dienstag, den 21.12.10, ab 19.00 Uhr in der Offenen Arbeit (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus) statt.

Mitmachen statt nur Mitessen:
Wenn ihr selber mal kochen wollt oder danach aufräumen, könnt ihr euch bei der KüfA in eine Liste eintragen. Personen die öfters mal diese Aufgaben übernehmen, freuen sich darüber. Wenn ihr beim Schnippeln o.ä. helfen wollt, kommt einfach um 18.00 Uhr und unterstützt die Leute beim Kochen.

Mittelbau Dora – Die Gegenwart der Vergangenheit

Ein Reisebericht der AG17 zum Besuch der KZ-Gedenkstätte Mittelbau Dora in Nordhausen:

„linksextremistischer“ Gedenkstättenbesuch
Es scheint ein staatsgefährdender Akt zu sein, eine KZ-Gedenkstätte besuchen zu wollen. Durch „Ankündigungen auf linksextremistischen Internetseiten“ fühlte sich das Ordnungsamt Nordhausen gemüßigt, im Vorfeld die Gedenkstättenleitung „Mittelbau Dora“ vor uns zu warnen. Die Gedenkstättenleitung reagierte jedoch auf eine mögliche „Gefährdung“ durch Antifas gelassen. Schon ab Erfurt wurde unsere Reisegruppe durch die Polizei „intensiv bestreift“ (Fachjargon der Polizei). Das gleiche geschah in Nordhausen und direkt am Museumsgebäude der Gedenkstätte lungerten Zivilpolizisten mit Teleobjektiven herum.
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Ein Castor rollt durch Thüringen

Wir dokumentieren den Aufruf zu Gegenaktionen:
„Am Mittwoch 15.12. rollt ein Castor-Transport aus Frankreich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem Weg nach Lubmin bei Greifswald durch Thüringen. Dabei gefährdet die strahlende Fracht Mensch und Umwelt. Castor-Transporte in die Zwischenlager der Bundesrepublik sind die Bedingung für einen weiteren reibungslosen Ablauf des Betriebs von Atomkraftwerken. Ohne Transporte des strahlenden Mülls könnten diese nicht weiter am Netz bleiben. Die Passage des Lubmin-Castors durch Thüringen darf daher nicht unbehindert verlaufen.
Deshalb werden wir zivilen Ungehorsam leisten. Wir werden an – aber nicht auf – die Strecke gehen und versuchen den Castor mindestens zum Abbremsen zu bewegen. Wir fordern Menschen auf, die ein Interesse an der Behinderung dieses Transportes haben, sich in den SMS-Verteiler unter wartegleis[ät]web[punkt]de einzutragen. Über diesen werdet ihr dann am 15.12. rechtzeitig über einen Sammelpunkt unterrichtet, um an dieser Aktion teilnehmen zu können. Um zu dem Sammelpunkt zu gelangen werdet ihr PKWs benötigen. Bildet also Fahrgemeinschaften! Dort wird der genaue Verlauf der Aktion vorgestellt, damit alle wissen, was sie erwartet. Für diese braucht ihr Taschenlampen und Warnwesten. Bringt sie also nach Möglichkeit mit! Andere Aktionen können vom Sammelpunkt gerne ausgehen, sollten aber an den Schienen an anderer Stelle stattfinden. Wir werden uns dann gemeinsam an die Schienen bewegen und unsere Aktion, die ein Abbremsen des Zuges erreichen soll, in sicherem Abstand durchführen. Informationen ab dem 13.12., 21:00 Uhr erhaltet ihr außerdem beim Infotelefon unter 015121689788.“

An die Strecke! Auf die Nerven!

weitere Infos unter: http://wartegleis.blogsport.de

KüfA nächste Woche fällt aus

Die Küche für ALLE muss nächste Woche leider ausfallen. Am 21.12.2010 kann dann wieder in der Offenen Arbeit lecker gegessen werden!

Diskussion um Werbeanzeigen von Firmen auf dem ehemaligen Topf & Söhne Gelände

Die Bäckerei und das Gartencenter lösten mit ihren Werbeanzeigen, auf denen zu lesen war „ofenfrische Brötchen“ oder „Alles für die Grabgestaltung“ in Zusammenhang mit dem Hinweis „auf dem ehemaligen Topf & Söhne Gelände“ oder „ehemals Topf & Söhne“, einen kleinen Skandal aus. In einem offenen Brief erklärten Prominente aus Linkspartei, Gewerkschaften und VVN/BdA zusammen mit dem Vizepräsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora, die Werbung sei nicht nur pietätlos, sondern auch eine Verunglimpfung der Opfer und ihrer Angehörigen. Die Kampagne „Hände hoch – Haus her“ ergänzte mit einer Pressemitteilung, die den unreflektierten und unsensibelen Umgang mit dem Geschichtsgelände kritisierte.
Am Dienstag, den 07.12.2010 fand daraufhin eine öffentliche Diskussion in der besagten Bäckerei statt. Geladen hatte der „Förderkreis Geschichtsort Topf & Söhne e.V.“, gekommen waren außer zwei Pressevertreterinnen, drei Gewerbetreibende vom Gelände, der Eigentümer des Geländes (Junior), die bei der Stadt Erfurt angestellte zukünftige Leiterin des Erinnerungsortes Dr. Annegret Schüle, ein Vertreter vom „Bürgertisch Demokratie“ Erfurt und Vertreter_innen der Kampagne „Hände hoch – Haus her!“, des Bildungskollektivs Biko sowie des DGB und eine Landtagsabgeordnete.

Der Anlass der Diskussion, die Werbeanzeigen und ein anderer, sensiblerer Umgang auf dem historischen Ort nahmen nur einen kleinen Zeitraum ein. Hierzu kann kurz und knapp gesagt werden:
Die Gewerbetreibenden sind bereit, ihre Werbetexte zu ändern und nicht mehr mit dem Namen der Firma Topf & Söhne Werbung zu betreiben.

Rüdiger Bender, Der Vorsitzende des Förderkreises und die zukünftige Leiterin des Erinnerungsortes hingegen waren nicht ein Mal dazu bereit, die Argumente der Kritiker_innen ernst zu nehmen. Neben Abqualifizierungen, wie das sei doch unlogisch und die Werbung sei doch genau das Gegenteil von dem, was hier früher passiert sei, wurde außerdem unterstellt, dass alle die, die Kritik an der Werbung haben, sie nur deshalb haben, weil sie das Besetzte Haus wieder haben wollten. Dem Überlebenden von Buchenwald, der in dem offenen Brief zitiert wurde, seien seine Wort vielleicht nur in den Mund gelegt worden. Nicht ernst genommen zu werden, ist eine Erfahrung, die wir in Bezug auf den Förderkreis leider schon längst machen mussten.
Positiv sieht der Förderkreis die Kontinuität, dass heute wie damals Topf & Söhne eingebettet sei in Handel und Alltag. Dies sei Teil einer „produktiven Irritation“ (was übrigens kein Fachbegriff ist). Bei soviel Kontinuität und Produktivität kann einr/m schon mal das Kotzen kommen…!
Vielleicht ist das alles aber auch nur eine ganz ganz schlechte Strategie, mit der Teile des Förderkreises damit fertig werden, mit dazu beigetragen zu haben, den größten Teil des Geländes platt zu machen, damit natürlich auch das Besetzte Haus! So kann mensch vielleicht auch eher die gebetsmühlenartig vorgetragene Lüge verstehen, ohne den Investor und ohne die Räumung, würde heute kein Erinnerungsort entstehen. Amen!
Die Ausschließlichkeit, mit der der Förderkreis heute den Erinnerungsort gegen die früher selbst geforderten alternativen Formen der Auseinandersetzung auf dem besetzten Teil stellt, resultiert allein daraus, daß sich der Förderkreis der Entscheidung der Stadt – kurz gesagt „Erinnerung nur mit Investor“ – ohne zu mucken untergeordnet hat.

KüfA in der OA

Bild KüfA Die Küche für ALLE findet nächsten Dienstag, den 07.12.10, ab 19.00 Uhr in der Offenen Arbeit (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus) statt.

Mitmachen statt nur Mitessen:
Wenn ihr selber mal kochen wollt oder danach aufräumen, könnt ihr euch bei der KüfA in eine Liste eintragen. Personen die öfters mal diese Aufgaben übernehmen, freuen sich darüber. Wenn ihr beim Schnippeln o.ä. helfen wollt, kommt einfach um 18.00 Uhr und unterstützt die Leute beim Kochen.

Sonntag, 5. Dezember: Demo gegen Repression

Vielen Dank an alle, die sich am Samstag an den vielfältigen Aktionen beteiligt haben!!!
Nach den gewaltsamen Übergriffen der Bullerei auf die Spontandemo und den unzähligen Personenkontrollen, Durchsuchungen und Platzverweisen, wird am Sonntag um 18.00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz eine angemeldete Demonstration gegen Repression starten. Kommt vorbei!

Demo auf Weihnachtsmarkt und Repression

Zwischen 14.00 und 15.00 Uhr fand eine kleine Spontandemo für ein selbstverwaltetes Zentrum auf dem Weihnachtsmarkt (am Domplatz) von ca. 30 Menschen statt. Die Bullen waren nicht vor Ort. Juhu! Weiter so!!!
Seid aber bitte trotzdem vorsichtig in der Stadt, da die Bullen vermehrt kontrollieren und Platzverweise für die Innenstadt verteilen!

Heute Besetzung in Erfurt


Offenbar wurde anlässlich der Räumung des ehemaligen Keglerheims vor einem Jahr heute in Erfurt ein Haus an der Ecke Pflöckengasse/ Juri-Gagarin-Ring besetzt. Zwei „Besetzt“-Transparente schmücken die Fassade und die Bullen versuchen gerade in das Haus zu gelangen. Vor dem Haus steht eine Gruppe von Symphatisant_innen, welche die Situation beobachtet. Einige von ihnen werden im Moment von den Bullen kontrolliert.