Archiv für April 2010

Naziaufmarsch am 1. Mai verhindern!

1. Mai Antifa Banner
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DANKE!

Wir möchten hier allen danken, die uns bei den Aktionstagen in der vorletzten Woche unterstützt haben. Danke fürs Anmelden von Demonstrationen und Kundgebungen, für die Nutzung von Läden für die inhaltlichen Veranstaltungen, für den Lautsprecherwagen und für die Nutzung von Infrastruktur im Allgemeinen. Und natürlich danken wir allen, die sich an den Aktionen beteiligt haben.
Während der Aktionstage kam es zu Polizeiübergriffen, sei es auf der Demonstration, auf anderen Aktionen oder auf dem abendlichen Heimweg. Meldet euch bei uns, um dann gemeinsam zu prüfen, was dagegen unternommen werden kann.

KüfA unter freiem Himmel

Bild KüfA Die Küche für ALLE findet nächsten Dienstag, den 27.04.10, ab 18.00 Uhr nicht bei Radio F.R.E.I., sondern draußen statt (gleicher Ort wie letztes Jahr).

Elektro Soliparty am 1. Mai

Elektro Soliparty - 1. Mai 2010, 22h, Radio F.R.E.I. Erfurt - zur Unterstützung antifaschistischer Proteste gegen den Naziaufmarsch am 1. MaiAm 1. Mai wollen erneut hunderte Neonazis aus NPD und Freien Kräften durch Erfurt marschieren. Wir erachten es als notwendig, dieses Treiben mit allen dafür notwendigen Mitteln zu verhindern. Gleichzeitig sind wir uns darüber im Klaren, dass das Verhindern von Naziaufmärschen nur ein kleiner Teil dessen ist, was einer erstarkenden Rechten, Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus entgegen gesetzt werden muss. Mindestens genauso wichtig ist eine alternative und antifaschistische Alltags- und Jugendkultur.
Mit der Räumung des besetzten Haus auf dem ehemaligen Topf & Söhne- Gelände am 16. April 2009 wurde einer dieser Orte, an dem Antifaschismus tagtäglich praktiziert wurde, zerstört. Bis heute fehlt es an einem auch nur annähernd vergleichbaren Projekt in Erfurt.
Um dennoch einer erstarkenden Rechten auch kulturell etwas entgegenzusetzen, gehen wir in das Exil und veranstalten weiterhin Partys und Konzerte. So auch am 1. Mai, an dem wir mit einer „elektro soliparty“ antifaschistische Aktionen ganz praktisch, aber auch finanziell, unterstützen wollen.
(Konzertgruppe der Kampagne „Hände hoch – Haus her! Für ein selbstverwaltetes Zentrum in Erfurt)

elektro soliparty
1. Mai 2010 | 22 Uhr | Radio F.R.E.I.

to:be (nachtfalter)
http://www.myspace.com/falternacht

flieg Vogel, flieg (Digital ist besser)
http://www.myspace.com/fliegvogelflieg

Stanley Schmidt (Erfolglos Auflegen)
http://www.myspace.com/stanleyschmidt

Infos zu den Aktionen gegen den Naziaufmarsch: www.maifestspiele- erfurt.us und www.strassendate.net.

Grüße an die Besetzung in Köln!

squat in köln umsonstladen bild vom squat sofa auf dach
Seit dem 16. April hält die Kampagne „Pyranha“ die Wiersbergstraße 44 in Köln besetzt. Wir freuen uns, dass ein Jahr nach der Räumung des Besetzten Hauses in Erfurt ein neues selbstverwaltetes Zentrum entsteht und wünschen viel Kraft, Spass und und gutes Gelingen! Mehr Informationen erhaltet ihr auf der Seite des Autonomen Zentrums Köln: http://unsersquat.blogsport.eu

KüfA in der OA

Bild KüfA Die Küche für ALLE findet nächsten Dienstag, den 20.04.10 wieder ab 18.00 Uhr in der Offenen Arbeit (Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus) statt.

PM: Demonstration für selbstverwaltetes Zentrum in Erfurt

Am Samstag, den 17.4. demonstrierten in der Erfurter Innenstadt 800 Menschen für ein neues selbstverwaltetes Zentrum. Zu der Demonstration hatte die Kampagne „Hände hoch, Haus her. Für ein selbstverwaltetes Zentrum in Erfurt“ aufgerufen.
Der Demonstrationszug führte vom Bahnhof über den Anger zum Talknoten und von dort über die Bergstraße zum Domplatz und durch die Innenstadt zurück zum Bahnhof.
In Redebeiträgen wurde auf die Räumung des ehemaligen Topf & Söhne- Geländes vor einem Jahr eingegangen, aber auch verschiedene ähnliche, teilweise erfolgreichen Kampagnen aus anderen Städten vorgestellt.
Mit Sprechchören und Transparenten machten die Demonstrant_innen auf ihr Anliegen aufmerksam. Nach einer Zwischenkundgebung auf dem Anger kam es zu ersten Ausschreitungen seitens der Polizei.
„Ohne ersichtlichen Grund wurde der Demonstrationszug mit Schlägstöcken daran gehindert weiterzugehen. Hierbei kam es zu Verletzungen. Dieses Verhalten ist durch nichts zu rechtfertigen“, so Luise Käfer, Sprecherin der Besetzer_innen.
Mit dieser Demonstration endete die Aktionswoche der Kampagne „Hände Hoch. Haus Her.“
„Die große Unterstützung in der vergangenen Woche und die zahlreiche Beteiligung an der Demonstration zeigt, dass die Notwendigkeit für ein selbstverwaltetes Zentrum nach wie vor besteht.“ sagte Luise Käfer abschließend.

Ticker 17. April

  • 18:36 die demo ist beendet. danke dass ihr da wart! passt auf euch auf.
  • 18:22 die demo ist wieder am bahnhof angekommen. rangeleien mit den bullen. greiftrupps der bullen stürmen immer wieder hinein und nehmen mehrere leute fest. ein verhafteter blutet im gesicht.
  • 18:14 die demo ist auf dem weg zurück richtung bahnhof. bereitet euch auf weitere personen- und fahrzeug-kontrollen durch die polizei nach beendigung der demo vor.
  • 17:29 mittlerweile ist die demo auf dem domplatz angekommen. mehrere redebeiträge werden gehalten. keine weiteren zwischenfälle.
  • 17:00 die person ist mittlerweile wieder frei. die demo läuft weiter lautstark in richtung bergstraße.
  • 16:20 die demo wird von den bullen am juri-gagarin-ring ecke franckestraße aufgehalten. eine weitere brutale festnahme.
  • 16:06 einige der festgenommenen wurden wieder freigelassen. die demo konnte weiterlaufen und ist im moment in der johannesstraße. nach mehreren schätzungen sind mittlerweile 1400 teilnehmer_innen mit dabei. nachtrag: das war ein wenig zu hoch geschätzt, sorry.
  • 15:42 die bullen hindern die leute am weitergehen und stürmen in die demo rein und nehmen zwei menschen fest.
  • 15:36 zwischenkundgebung noch am selben ort. gute und kämpferische stimmung bei den ca. 900 teilnehmer_innen.
  • 15:13 die demo ist losgelaufen und mittlerweile am hinteren ende des angers/beginn johannesstr. mehrere hundert teilnehmer_innen fordern lautstark ein neues selbstverwaltetes zentrum in erfurt. ein dichtes polizeispalier begleitet die demo und versucht immer wieder diese aufzuhalten.
  • 14:23 die route: juri-gagarin-ring, johannesstr., stauffenbergallee, boyneburgufer, bergstr., nordhäuser str., andreasstr., domplatz, rathaus, anger, hirschlachufer, lachsgasse, juri-gagarin-ring und zurück zum willy-brandt-platz.
  • 14:02 start der demo wird auf dem willy-brandt-platz sein. unverhältnismäßig viele vorkontrollen durch die bullen. beschlagnahmungen von halstüchern und durchsuchungen von autos verzögern den beginn.
  • Letzte Infos zur Demo

    Letzte Infos zur Demo:

    Passt auf euch auf! Die Bullen führen schon den ganzen Abend in der Innenstadt Kontrollen durch.

    Ermittlungsausschuss (EA):
    Ruft an wenn ihr eine Ingewahrsamnahme beobachtet oder selbst festgenommen wurdet. Der EA kümmert sich um Fest-/ Ingewahrsamgenommene und schaltet wenn nötig einen Anwalt ein.

    EA Nummer: 0174 – 58 98 98 7

    Macht bei einer Festnahme bitte keine Aussagen, auch wenn ihr etwas nicht getan habt. Seid solidarisch, handelt verantwortlich für euch selbst und für andere Menschen!

    Heute vor einem Jahr

    Räumung Heute vor einem Jahr, am 16. April 2009 wurde das Besetzte Haus in Erfurt von Sondereinsatzkräften der Polizei geräumt. ca. 60 Menschen wurden dabei in Gewahrsam genommen und teilweise misshandelt. Eine Klage dazu läuft gerade. Ihnen wurden unter anderem Vorwürfe wie Haus- und Landfriedensbruch, aber auch Verstoß gegen das Waffengesetz (angebliche Molotow Cocktails) gemacht. All diese Klagen mussten fallen gelassen werden und dienten wohl eher der Legitimation des massiven und brutalen Polizeieinsatz mit Helmen, Gasmasken, Schockgranaten und gezogenen Schusswaffen. Seit genau einem Jahr fehlt es in Erfurt an einem selbstverwalteten sozio – kulturell – politischem Zentrum. Die Kampagne „Hände hoch – Haus her!“ hat sich zum Ziel gemacht, wieder ein solches zu schaffen. Morgen auf der bundesweiten Demonstration „Selbstverwaltete Zentren erkämpfen“, ab 14.00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz, werden wir dieser Forderung und unserer Wut und Trauer Ausdruck verleihen.